Saisonales

Gartenarbeiten im Frühling: Was jetzt wirklich zu tun ist

Der konkrete Fahrplan für März bis Mai – welche Aufgaben jetzt anstehen, was noch warten kann und welche Fehler du vermeiden solltest.

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Die ersten warmen Tage kommen und man will sofort alles auf einmal machen. Rasen mähen, Beete umgraben, Tomaten rausstellen. Stopp. Es gibt eine sinnvolle Reihenfolge – und einiges, was Anfänger zu früh machen.

März: Planung und Vorbereitung

Der März ist Planungsmonat, kein Pflanzmonat. Nachts ist es noch zu kalt für die meisten Pflanzen.

Was jetzt ansteht:

  • Beete vorbereiten: Unkraut entfernen, Boden lockern (nicht umgraben – das zerstört die Bodenstruktur)
  • Kompost ausbringen: Eine 2–3 cm dicke Schicht auf die Beete verteilen
  • Rosen schneiden: Wenn die Forsythien blühen, ist der richtige Zeitpunkt
  • Vorziehen auf der Fensterbank: Tomaten, Paprika und Chili jetzt in Anzuchtschalen säen

Was noch warten muss:

  • ❌ Frostempfindliche Pflanzen rausstellen
  • ❌ Sommerblumen direkt ins Beet säen
  • ❌ Rasen vertikutieren (Boden ist noch zu kalt)

April: Jetzt wird’s konkret

Die Eisheiligen sind zwar erst Mitte Mai, aber im April kannst du schon richtig loslegen – mit den richtigen Pflanzen.

Direkte Aussaat ins Beet:

  • Radieschen (Keimdauer nur 5–8 Tage)
  • Möhren
  • Spinat
  • Erbsen
  • Pflücksalat

Im Haus weiterpflegen:

  • Tomaten und Paprika-Jungpflanzen pikieren (in einzelne Töpfe umsetzen)
  • Kürbis und Zucchini ab Mitte April vorziehen

Wichtig: Achte auf die Bodentemperatur. Erst ab 8 °C keimt überhaupt etwas vernünftig. Ein Bodenthermometer kostet 5 € und spart dir viel Frust.

Mai: Nach den Eisheiligen geht alles

Die Eisheiligen (11.–15. Mai) sind der magische Termin. Danach ist die Frostgefahr praktisch vorbei und du kannst alles rausstellen:

  • Tomaten, Paprika, Gurken ins Beet oder in Kübel
  • Basilikum, Zucchini, Kürbis auspflanzen
  • Sommerblumen ins Beet oder den Balkonkasten
  • Dahlien-Knollen setzen

Die 3 häufigsten Frühlingsfehler

1. Zu früh zu viel

Wer Mitte März Tomaten rauspflanzt, kann sie Anfang April nochmal kaufen. Geduld zahlt sich aus.

2. Boden umgraben

Die alte Schule sagt: im Frühling umgraben. Moderne Gartenpraxis sagt: nicht umgraben. Durch das Umgraben zerstörst du die Bodenlebewesen und die Kapillarstruktur. Stattdessen: Boden oberflächlich lockern und mit Kompost mulchen.

3. Dünger im Überschuss

Nach dem Winter wollen viele ihren Pflanzen „etwas Gutes tun” und überdüngen. Gerade im Frühling brauchen die meisten Pflanzen weniger Dünger als gedacht. Der Kompost reicht für die ersten Wochen völlig aus.

Dein Frühlings-Kalender auf einen Blick

MonatHauptaufgabeAnfänger-Tipp
MärzPlanen, vorbereiten, vorziehenStarte mit Tomaten auf der Fensterbank
AprilErste Direktsaat, pikierenRadieschen sind perfekt für Anfänger
MaiAlles raus nach den EisheiligenNicht alles auf einmal – Prioritäten setzen

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Frühling Saisonales Aussaat Gartenplanung