Hochbeet anlegen: Schritt-für-Schritt Anleitung
So baust und befüllst du dein Hochbeet richtig – von der Materialwahl bis zur ersten Bepflanzung.
Ein Hochbeet ist die beste Investition für jeden Garten. Rückenschonendes Arbeiten, bessere Erträge durch Wärmeentwicklung und weniger Schneckenbefall – die Vorteile sind zahlreich. Hier erfährst du, wie du es richtig anlegst.
Standort und Ausrichtung
Platziere dein Hochbeet in Nord-Süd-Ausrichtung, damit beide Längsseiten gleichmäßig Sonne bekommen. Mindestens 5–6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag sind ideal für Gemüseanbau. Ein ebener, gut erreichbarer Standort mit Wasseranschluss in der Nähe spart dir viel Arbeit.
Die richtige Größe
- Breite: Maximal 120 cm – du musst von beiden Seiten bequem die Mitte erreichen können
- Höhe: 80–90 cm für rückenschonendes Arbeiten
- Länge: Flexibel, 200 cm sind ein guter Standard
Schicht für Schicht befüllen
Die Befüllung folgt dem Prinzip: grob nach fein, von unten nach oben.
- Wühlmausgitter auf den Boden legen (engmaschig, verzinkt)
- Äste und Baumschnitt (20–25 cm) – als Drainage und langsamer Nährstofflieferant
- Umgedrehte Grassoden oder Häckselgut (10–15 cm)
- Grober Kompost oder Laub (20 cm)
- Reifer Kompost (10 cm)
- Hochwertige Pflanzerde (20–25 cm Deckschicht)
Erstbepflanzung
Im ersten Jahr steckt so viel Energie im Beet, dass Starkzehrer ideal sind: Tomaten, Zucchini, Kürbis oder Kohl. Im zweiten Jahr folgen Mittelzehrer (Möhren, Zwiebeln), im dritten Jahr Schwachzehrer (Salate, Kräuter).
Material-Tipps
Lärche oder Douglasie sind die beste Wahl für Holz-Hochbeete – auch ohne Anstrich halten sie 10–15 Jahre. Teichfolie innen schützt das Holz zusätzlich vor Feuchtigkeit.